Das Badezimmer wurde wohl im Rahmen der "Sanierung" in den siebziger Jahren ebenfalls modernernisiert bzw. neu an dieser Stelle eingebaut. Es scheint an einem Zugang von aussen in den Stallbereich plaziert worden zu sein. Die Wände wurden gösstenteils mit einer vorgebauten Wand verkleidet, der Nassbereich mit einer dünnen Paneele beklebt, welche dann gefliesst wurde! Kaum vorstellbar - aber trotzdem leider wahr, dass so etwas ein Architekt veranlasst haben soll! Nun es ist fast ein Wunder dass dieses Konstruktion mehrere Jahre funktioniert hat. Im Sommer 2015 war dann leider der Zeitpunkt gekommen, an dem wir die Feuchtigkeit und die resultierenden Schäden nicht mehr ignorieren konnten. Das Bad musste saniert. Die erste Hoffnung, dass wenigstens die Bodenfliesen in Ordnung seien bewahrheitete sich nicht - alles feucht - also begannen wir mit dem kompletten Abriss. Und wie schon bei den Sanierungen zuvor - auch hier fanden sich leider Schäden am Fachwerk. Nach der kompletten Demonatge zeigte sich ein Raum mit einer lichten Höhe von 3,75 m! Die Überlegung diesen Raum komplett zu nutzen, haben wir verworfen, da in der Decke Abluftrohre verliefen, welche in Ihrem Durchmesser nicht verändert werden konnten. So war schnell klar, dass wir - wie auch zuvor - eine Zwischendecke einziehen mussten. Die Fachwerkwand allerdings sollte als sichtbares Fachwerk zu sehen sein. Hierzu musste nach Sanierung der Balken, der alte Putz abgeschlagen und ein neuer Lehmputz aufgebrachte werden. Die Felder wurden dann mit Kalkfarbe gestrichen. Eine mit Blähbetonsteinen gemauerte Wand - welche eine Abtrennung zu der hinteren Diele darstellt wurde - sollte mit Lehmsteinen vorgemauert und dann verputzt werden. Nachdem dies geschehen war - wurde auch diese mit Kalkfarbe gestrichen.
An der Stelle wo die alte Dusche gewesen war sollte auch wieder die neue entstehen. Nachdem beim Abriss des alten Estrichs unter der Bitumenbahn Feuchtigkeit gestanden hatte - verwarfen wir die Idee eines neuerlichen Estrichs - sondern griffen auf die selbe Konstruktion zurück, welche bereits in der "Guten Sube" so prächtig funktioniert hat. Eine Holzkonstruktion, welche nur im Bereich der Hölzer gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt ist - die Zwischenräume sind mit Glasschaumschotter verfüllt, der Boden besteht aus Vollholz-Eichen-Dielen. Der Bruchsteinsockel der Fachwerkwand wurde verkleidet, so dass eine Ablage und gleichzeitig eine Aufhängung für das Waschbecken mit den dahinter verlaufenden Installationen entstand. Die Dusche wurde ebenerdig geplant - und um das Raumgefühl nicht negativ zu beeinflusen - bestehen die Wände aus faltbaren Glascheiben. Diese Installationsarbeiten wurden natürlcih von einem Fachbetrieb ausgeführt. Natürlich gabe es dann auch noch ein paar Feinheiten.
Die Verkleidung des Fensters war ebenfalls dem Abriss zum Opfer gefallen. Hier wurde durch einen befeundeten Schreiner, der alte Eichendielen hatte eine ganz besondere Fensterverkleidung angefertigt - ein echter Blickfang - an dieser Stelle vielen Dank lieber Jürgen!
Damit die neu eingezogene Balkenlage (14 x 14 cm Eichenbalken) im Bereich der Tür eine entspechende Auflage haben - habe ich ebenfalls aus Eichenbalken einen neuen Türstock und eben auch eine neue Tür, welche mit alten Beschlägen versehen wurde.
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